Textfeld: "42.000,- € für eine im Jahr 1754 in Neustrelitz geprägte 5-Taler-Goldmünze“


In den 3 Frühjahrsauktionen 304-306 der Firma Fritz Rudolf Künker GmbH & Co. KG (s.u. Rn.
1) wurden im März 2018 unter anderem außergewöhnliche Versteigerungsergebnisse für 
Mecklenburg-Münzen erzielt, die scheinbar aus einer Hand angeboten wurden. Vor allem die 
Verbindung von Seltenheit und hohen Qualitäten sorgte bei dieser außergewöhnlichen
Serie (Los 6138 bis 6221) für hohe Zuschläge. Die Begeisterung für diese hochinteressante 
Sammlung spiegelte sich in einem gefüllten Auktionsaal und den außergewöhnlichen
Ergebnissen wider. Bei einer Schätzung von rund 170.000 Euro erreichten die Goldmünzen 
von Mecklenburg und Lübeck einen Gesamtzuschlag von über 410.000 Euro.

So sind und bleiben auch insbesondere Mecklenburg-Strelitzer Goldmünzen numismatische 
Raritäten. Dachten wir schon 2011 mit der für 18.000 € versteigerten, in Burg Stargard 
geprägten 5-Taler-Goldmünze von 1747 an einen Rekord, so wurde dieser jetzt noch 
wesentlich übertroffen.

Bei einem Schätzpreis von 7.500 € erfolgte der Zuschlag für eine Münze (Los 6221) nun bei 
42.000 €. Es handelt sich hierbei um eine 5-Taler-Goldmünze (Pistole) des Herzogs Adolph 
Friedrich IV. von Mecklenburg-Strelitz (Dörchläuchting) aus dem Jahr 1754 (Katalognummer 
Kunzel 579 - s.u. Rn. 2).

























Quelle: Fritz Rudolf Künker GmbH & Co. KG, Osnabrück (Eigentümer) - http://www.kuenker.de
Urheber der o. Bilder: Lübke & Wiedemann KG, Leonberg.


Die Münze hat einen Durchmesser von 23,75 mm und wiegt 6,67 Gramm. Die Vorderseite zeigt einen Kopf des Herzogs, nach rechts mit gekräuseltem, nach hinten herab hängenden Haaren.
Die Rückseite zeigt unter der geschlossenen Krone das aus sechs Feldern mit aufgesetztem Mittelschild bestehende schraffierte Wappen auf deutschem Schilde mit dem Seraphinenorden am Bande umhängt. Der Mittelschild stellt das gräflich schwerinsche Wappen dar.
Allerdings ist die Münze durch das Auktionshaus Künker falsch zitiert worden. Die versteigerte 
Münze wird dort mit der Katalognummer Kunzel 580 angegeben. Bei dieser Nummer handelt es
sich aber nach Kunzel um eine andere Münzvariante mit einem geharnischten Brustbild nach
rechts auf der Vorderseite und einer anderen Rückseitenvariante.

Dem Neubrandenburger Münzverein liegen aber glücklicherweise von beiden Münzvarianten Abbildungen vor. In den bereits oftmals erwähnten numismatischen Manuskripten des Neustrelitzer Amtsrichters Ulrich Horn (23.6.1866 - 14.3.1912) - s.u. Rn. 3) sind auf 1.200 Seiten handschriftlich alle Münzen und Medaillen des (Groß-)Herzogtums Mecklenburg-Strelitz



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Literatur/Quellen:

1) Information von der Internetseite des Auktionshauses Künker: https://www.kuenker.de/de/auktionen/auktions-uebersicht/304-306

2) Kunzel, Michael: Die Münzen Mecklenburgs von 1492 bis 1872, Gebr. Mann Verlag, Berlin 1994

3) Horn, Ulrich: Numismatisches Manuskript Mecklenburg-Strelitz 1701-1912, handschriftlich, Stadtarchiv Neubrandenburg
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