Textfeld: "Mecklenburg-Strelitzer Königin auf mehr als 80 Medaillen“


Der Neubrandenburger Münzverein arbeitete die Geschichte der Sophie-Charlotte-Medaillen
auf. Die 22 Mitglieder erhielten dabei viel Unterstützung.

Der Avers, das heißt die Vorderseite der Medaille, zeigt zwei Herzen, die von einem Pfeil 
durchbohrt sind. Darauf sitzen, von einem Kreuz umgeben, zwei Tauben. Die Umschrift lautet: 
„LIEBE MICH WIE ICH DICH MEHR BEGEHR ICH NICHT“. Das Revers, also die Kehrseite, zeigt 
eine zerbrochene Erdkugel, über der zwei Hände aus den Wolken ein Herz halten. Hier lautet 
die Umschrift: „OB DIE ERDE BRICHT ODER VERGEHT MEINE TREU DOCH NICHT“. Was so 
romantisch daher kommt, ist eine besondere Verlobungsmedaille der Prinzessin Sophie 
Charlotte von Mecklenburg-Strelitz und König Georg III. von Großbritannien und Irland, wie 
Andreas Steger, Henning Ihlenfeldt und Dr. Peter Worseck vom Neubrandenburger Münzverein
erläutern. Und das Besondere erzählt Englischlehrer Stege: „Die beiden waren nie verlobt.“

Am 15. Juni 1761 erhielt Sophie Charlottes Mutter einen Brief der englischen Prinzessin 
Augusta von Wales. Die Mutter von Georg III. trat damit als Brautwerberin für ihren Sohn auf.
Am 17. Juni diktierte Elisabeth Albertine das Antwortschreiben. Sie versicherte, dass Sophie 
Charlotte nicht verlobt und nach den Lehren Luthers erzogen worden sei. Einer Heirat würde 
nichts im Wege stehen. Am 29. Juni starb Sophie Charlottes Mutter. Wenige Tage später 
informierte Georg III. die Öffentlichkeit, dass er die Prinzessin Charlotte zu Mecklenburg-
Strelitz heiraten werde. Am 14. August kam Lord Harcourt nach Neustrelitz und brachte den 
Ehevertrag, der tags darauf feierlich unterschrieben wurde. Am 17. August brach Sophie 
Charlotte nach England auf, landete am 8. September in London und heiratete noch am 
gleichen Tag. Am 22. September 1761 wurden beide schließlich feierlich gekrönt.


















					     Diese Goldmedaille erschien 1761

Mit der goldenen Verlobungsmedaille kann der Neubrandenburger Münzverein nicht 
aufwarten. Aber Bäcker Henning Ihlenfeldt aus Fürstenwerder hat zum Treff eine 
Bronzemedaille mitgebracht, die anlässlich der Krönung des Paares 1761 geprägt wurde. So 
lange er Münzen sammelt, sei es das erste Stück, dass ihm in die Finger gekommen ist. Zur 
Krönung erschienen 1761 drei unterschiedliche goldene Medaillen, fünf silberne, eine 
vergoldete silberne, 2 bronzene, zwei aus Messing, eine aus Zinn und eine aus einem Metall, 
das bislang keiner definiert hat. Darüber hinaus wurden 14 verschiedene Jetons ausgegeben, 
in vergoldetem Silber, in Bronze, Messing, Kupfer und Gelbmetall.


















Englischlehrer Andreas Steger, Bäcker Henning Ihlenfeldt und Münzsachverständiger 
Dr. Peter Worseck vom Neubrandenburger Münzverein begutachten eine Bronzemedaille, 
die zur Krönung der Mecklenburg-Strelitzer Prinzessin Sophie Charlotte 1761 zur 
Königin von Großbritannien und Irland erschien.
Textfeld: Startseite
Textfeld: Kontakt
Textfeld: Impressum & rechtliche Hinweise
Textfeld: AGB
Textfeld: Über uns
Textfeld: Presse & Events
Textfeld: Shop
Textfeld: Links
Textfeld: Sitemap
Textfeld: »Presse
Textfeld: »Veröffentlichungen
Textfeld: «
Textfeld: »Veranstaltungen
Textfeld: ▲
Textfeld: Numismatik & Geldgeschichte
Textfeld: «
Textfeld: »
Textfeld: »