Textfeld: Neubrandenburg und ihrer Umgebung, sondern verdeutlicht zugleich, wie breit gefächert 
dieses Hobby ist. 

Angereichert mit zahlreichen Abbildungen geben zehn Autoren in 17 Beiträgen einen tiefen 
Einblick in ihre jeweiligen Forschungsergebnisse, die so manches Mal aufhorchen lassen
dürften.


















	Auch diese Abbildung taucht in der Broschüre des Münzvereins auf: Es ist die Replik des vom Verein
	erworbenen "Neubrandenburger Witten", einer Münze, die um 1410 in Neubrandenburg geprägt wurde. 
	Die Replik entstand nach einem Entwurf von Klaus Schudy.

Die Recherchen zu einer Zeitungsnotiz über Anfang Juni 1908 bei Ausschachtungsarbeiten 
in der Neutorstraße gefundene „altdeutsche Silbermünzen aus dem 15. und 16. Jahrhundert“
führten beispielsweise – obwohl der Schatz inzwischen längst verschollen ist – zu einer
überlieferten, genauen Beschreibung der seinerzeit gefundenen neun Münzen, die wohl um
1632 von ihrem einstigen Besitzer vor den plündernden Söldnern des 30-jährigen Krieges
verborgen wurden. Nicht weniger akribisch recherchierte der Friedländer Klaus-Dieter 
Albrecht zu zwei offenbar zusammengehörenden Münzfunden auf der zum Wall gerichteten
Seite der ehemaligen Friedländer Stadtmauer, die 1946 und 2002 geborgen wurden. Dabei
handelte es sich um etwa 90 bis 100 Münzen im Gesamtwert von 11 Talern, die
möglicherweise 1710 vor den herannahenden schwedischen Truppen im Nordischen Krieg 
ganz bewusst außerhalb der Stadt versteckt wurden. Ihr Besitzer wird sein Geheimnis mit 
ins Grab genommen haben. Denn die Quartier nehmenden Söldner schleppten damals die 
Ruhr ein, eine gefährliche Erkrankung, der viele Friedländer Bürger zum Opfer fielen.


Beachtlicher Preis für Münze bei Berliner Auktion

Nachzulesen ist in der beim Verein oder im örtlichen Buchhandel erhältlichen Broschüre 
neben detaillierten Angaben zu einstigen Münzprägestätten in Friedland und Neubrandenburg
nun auch erstmals das genaue Datum des Endes der Prägungen auf der Burg Stargard. 
Zwischenzeitlich aufgefundene Archivalien benennen hier präzise den 13. Juli 1748. Das 
relativ kurze Bestehen dieser Münzstätte macht vielleicht mit erklärlich, warum eine sehr
gut erhaltene, zweifellos seltene Burg Stargarder Goldmünze zu fünf Talern bei einer Auktion 
im Januar 2011 in Berlin den Preis von 18 000 Euro erzielen konnte.

Weitere Beiträge der Broschüre decken mit Zusammenstellungen zu Not- und Ersatzgeld, zu
Medaillen, Plaketten, Marken und Abzeichen der Region weitere Nebengebiete der reinen 
Münzkunde ab, die viel Zeitkolorit spiegeln und allesamt wahre Geschichte zu erzählen haben.
Am Ende wünscht man sich vielleicht eine kurze Chronik zur regionalen Münzgeschichte, um 
all das hier so geballt präsentierte Wissen besser in die jeweiligen Zeitumstände einordnen 
zu können – und sei es in Form eines entsprechend bedruckten Lesezeichens. Eigentlich aber
lässt die Broschüre hinsichtlich Themenvielfalt und Darstellung kaum Wünsche offen. Bleibt 
zu hoffen, dass sie diesem interessanten Hobby neue Freunde gewinnen kann.


Quelle: Nordkurierartikel vom 09.04.2018 von Herrn Bernhardt Rengert/Nordkurier Redaktion GmbH & Co. KG, Ein
Unternehmen der Nordkurier Mediengruppe, Friedrich-Engels-Ring 29, 17033 Neubrandenburg





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